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Konzept

Unser Ziel ist die Erhaltung der Technologie des Buchdrucks für die Zukunft. Die wichtigste Voraussetzung dazu sind betriebsbereite Einrichtungen. Wir zeigen aber wesentlich mehr als nur eine funktionierende Druckwerkstatt. Diese Druckerei in Blei ist eine Voraussetzung, die Finanzen für den Unterhalt und den Betrieb von Graphos zumindest teilweise selber erarbeiten zu können. Ein weiterer unabdingbarer Beitrag für den Betrieb von GRAPHOS ist die ehrenamtliche Mitwirkung aller Mitglieder und ein tragbarer Mietzins für die Lokalitäten der Stadt Uster.
 
Die Grundidee von GRAPHOS ist für uns Schwarzkünstler das Anliegen, den kommenden Generationen die für die Menschheit wichtigste Entwicklung aufzuzeigen: die Geschichte der Schrift. Sie ist das grösste Abenteuer, das je von den Menschen geschrieben wurde – von der Höhlenmalerei bis zu den heutigen Schriften. Der Begriff Schrift – griechisch GRAPHOS – und alles, was mit der «Schwarzen Kunst» zusammenhängt, soll unser Zentrum sein. Das zum Weltkulturerbe ernannte Kulturgut Buchdruck, angefangen mit Johannes Gutenberg, der mit seinen Erfindungen um das Jahr 1440 in Mainz die grösste Kulturrevolution der Menschheit auslöste, steht im GRAPHOS im Mittelpunkt.
 
GRAPHOS ist als Rundgang durch eine abenteuerliche Zeit gestaltet: Zuerst 50 000 Jahre Entwicklung von Sprache und Schrift und dann Jahrhunderte, in denen die Bücher nur von Hand auf Pergament geschrieben wurden bis hin zu Gutenberg.
 
Es folgen 446 Jahre Handsatz bis zur Mechanisierung mit der Erfindung der Setzmaschine im Jahre 1886 – die Epoche der Industrialisierung bis zum Ende des Bleizeitalters und dem Beginn der Elektronik.
 
Das lebendige Buchdruckmuseum GRAPHOS setzt unser Konzept um und macht es zu einer kurzweiligen und eindrücklichen Begegnungs- und Bildungsstätte für die Bevölkerung der Grossagglomeration Zürich und der ganzen Schweiz.